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Silbermannorgel |
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Die mittlerweile einzige Silbermannorgel der Oberlausitz befindet sich in Crostau. Graf Christian Heinrich von Watzdorf, welcher die Orgel 1732 bauen ließ, fiel später beim Kurfürsten in Ungnade, der ihn auf dem Königsstein einsperren ließ, wo er letztendlich auch verstarb.
Nicht weniger Unglück traf auch die Orgel. Die Kirche war schlimm vernachlässigt worden und arg baufällig. Im Jahre 1795 hatten Diebe bei Nacht 13 der zinnernen Orgelpfeifen gestohlen und wenige Wochen später abermals 14 Stück. Erst 1860 konnte der Orgelbauer Carl Eduard Schubert neue Pfeifen einbauen und die Orgel dadurch retten. Doch 1868 mußte die Kirche wegen Baufälligkeit ganz abgerissen werden.
Als eine neue Kirche fertig war, konnte C. E. Schubert die Silbermannorgel wieder aufstellen. So ist sie uns glücklicherweise erhalten geblieben. Sie ist nun 250 Jahre alt und ertönt in alter Schönheit.
Gottfried Silbermann
Gottfried Silbermann wurde 1683 in Frauenstein/Erzgebirge geboren. Silbermann brachte es 10 Jahre nach seiner Lehre in Straßburg zum Kurfürstlich Sächsischen Hof- und Landorgelbauer, nachdem er sich im Elsaß und in Süddeutschland als Orgelbauer einen guten Namen erarbeitet hatte.
Aus seiner Werkstatt stammen die großartigen Instrumente des Freiberger Domes und der Dresdner Hofkirche sowie 48 andere. Alle sind wegen der Klarheit und Schönheit ihres Klanges berühmt geworden. |
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