| Einwohner: |
|
1.651 |
Fläche:
|
|
ca. 9,6 km² |
Landkreis:
|
|
Bautzen |
| Bundesland: |
|
Sachsen |

Inmitten des Lausitzer Berglandes, abseits von belebten Straßen und großer Industrie, erstreckt sich in einer Höhenlage von 245 bis 380 Meter das Bergdorf Crostau mit seinen Ortsteilen Callenberg, Wurbis, Carlsberg und Halbendorf( insgesamt 1850 Einwohner) - Ihr Urlaubs-, Reise- und Ferienparadies, “denn Crostau verheißt: Rauschende und erquickende Wälder, Sonnenlust und Himmelsbläue, Erholung und Ruhe, Berge, formenreich! - Nadel- und Mischwälder, tiefe Schneisen, lachende Kornfelder und satte Wiesen spenden Heilung und neue Lebenskraft.”

So pries durchaus zutreffend bereits in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ein Fremdenführer diesen Ort. Kleine anmutige Siedlungen mit Fachwerkhäuschen und wuchernden Blumengärten geben der Landschaft hier ihr ureigenes Gepräge.
Die traditionelle Gastlichkeit wurde weiterentwickelt. So gibt es in der kleinen Gemeinde und ihren Ortsteilen heute zwei Pensionen und 10 schöne Ferienwohnungen, die individuell gestaltet sind, mit insgesamt 70 Gästebetten und ein Café laden zu Einkehr, Erholung und verdienter Rast nach erlebnisreicher

Wanderung. Auch Grillplätze auf der “Isabella” und den “Horken” können genutzt werden.
Crostau hat eine interessante und reizvolle Umgebung. Es liegt im Landkreis Bautzen an der südwestlichen Grenze des Landkreises Löbau - Zittau.
Umsäumt ist es von den dunklen Wäldern der Kälbersteine (487 m), dem Potsberg (448 m), Wolfsberg (347 m), dem Horken (307 m) und dem Callenberger Berg (360 m).
Von den Kälbersteinen, dem Callenberger Berg und dem Aussichtspunkt “Isabella” hat man eine herrliche Fernsicht ins Cunewalder Tal, über Großpostwitz bis nach Bautzen und Boxberg, nach den Nachbarorten Wilthen, Kirschau, Schirgiswalde, Sohland und von der “Böhmischen Aussicht” an den Kälbersteinen bei gutem Wetter sogar in das böhmische Mittelgebirge mit dem “Jeschken” (Jested).
Crostau und seine Ortsteile liegen auf altem Siedelland. Der Ort wurde erstmals 1419 urkundlich erwähnt. Außer Carlsberg, welches erst um 1798 entstand, werden die anderen Ortsteile etwa zur gleichen Zeit wie Crostau erstmals in Urkunden genannt.
Zahlreiche Bodenfunde zeugen von Besiedelungen bereits in der Bronzezeit, der Zeit der germanischen Völkerwanderung bis hin zu den slawischen Stämmen um 600 u.Z. Ein Bodendenkmal, wahrscheinlich von den Slawen bereits um 800 u.Z. als Befestigung genutzt und mit der deutschen Landnahme im 10. bis 12. Jahrhundert als kleine Wasserburg ausgebaut, zeugt noch heute vom Leben längst vergangener Zeiten. Nachdem diese Wasserburg ursprünglich dem Schutz alter Handelsstraßen diente, soll sie zuletzt möglicherweise von Raubrittern bewohnt, 1352 vom Oberlausitzer Sechsstädtebund zerstört worden sein.
Crostau mit seinem Schloss und dem ehemaligen Rittergut besaß auch eine Brauerei und Brennerei, in deren restaurierten Räumen heute von der Dorfgemeinschaft und ihre "Gäste" niveauvoll gefeiert werden kann.
Über Jahrhunderte war der Ort Sitz alter Adelsgeschlechter in gehobenen kurfürstlichen Diensten, wie derer von Rechenberg, von Watzdorf und von Schall-Riaucour, Letztere hatten ihren Hauptsitz jedoch in Gaußig, westlich von Bautzen.

In der auf dem Boden einer bereits vor der Reformation vorhandenen Schlosskapelle 1869 neu erbauten schlichten aber würdigen evangelischen Pfarrkirche befindet sich ein Kleinod sächsischer Orgelbaukunst, die von Christian Heinrich Grafen von Watzdorf 1732 gestiftete einzige “Silbermann-Orgel” Ostsachsens, an der regelmäßig eindrucksvolle Orgelkonzerte stattfinden.
Das ehemalige Schloss und ein etwa 3,5 Hektar großer Park mit uralten Bäumen, wie Sommer- und Winterlinden, Eiben, Ahorn, Eichen und Rosskastanien werden zur Zeit neu hergerichtet und künftig die Attraktivität des Ortes weiter erhöhen.
Auch die Ortsteile haben ihre eigene unverwechselbare Geschichte.
Callenberg kaufte sich bereits 1652 von der Grundherrschaft los und war danach ein Freidorf, Wurbis ein typisches Waldhufendorf mit kleinen bäuerlichen Anwesen, Halbendorf, gelegen an der alten Kaiserstraße, besaß damals ein eigenes kleines Rittergut und Carlsberg, der kleinste und jüngste Ortsteil, trägt heute wie damals den Charakter von Ruhe und Beschaulichkeit.
Das Mittellausitzer Bergland und gerade die Gegend um die Kälbersteine, deren Name auf eine Sage aus dem Dreißigjährigen Krieg zurückgeht, gehören in jeder Jahreszeit zu den schönsten Wander- und Erholungsgebieten im Osten Deutschlands.
Erlebnisreiche Tage und Wochen in Nadel- und Laubmischwald, ausgedehnten saubereren Fichtenwäldern und auf anmutigen Wiesen sowie in meist kleinen idyllisch gelegenen Ortschaften ohne nennenswerte Industrie in und um Crostau, mit seinen gastfreundlichen, aufgeschlossenen Menschen erwarten Sie und man hält hier gute Gastronomie, Unterkunft und auch Empfehlungen, wie einen Naturlehrpfad, Prospekte sowie einen Wanderpass für Sie bereit, um Ihren Urlaub oder Aufenthalt angenehm, erholsam und unvergesslich zu gestalten.